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Komitee „Anwohner Sonneblick“   Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner von Walzenhausen Das Komitee „Anwohner Sonneblick“ bedankt sich für Ihr Vertrauen und Ihre Meinungsäusserung, die Sie vor einigen Wochen mit Ihrer Unterschrift kundgetan haben. Wie Sie vielleicht aus der Presse erfahren haben, wurde die Petition mit 591 Unterschriften am 29.04.16 der Regierung übergeben. Es freut uns sehr, dass der Gemeinderat von Walzenhausen nun klar Stellung dazu genommen hat und unsere Initiative „Maximal 45 Personen für maximal 2 Jahre“ unterstützt. Im Gegenzug dazu hält die Regierung an ihrem Vorhaben fest und will im Sonneblick ein Asyldurchgangszentrum für maximal 120 Personen für die Dauer von 10 Jahren errichten. „Eine Einigung mit der Bevölkerung ist nicht das Ziel“, so ein Zitat von Matthias Weishaupt. Hier fragen wir uns • Wollen wir uns ein solches Diktat des Kantons und des Sonneblicks gefallen lassen? • Warum kommuniziert Fredi Züst, Präsident des Stiftungsrates Sonneblick im Interview des TVO vom 17.03.2016, dass finanzielle Gründe zur Flüchtlingsaufnahme bewogen haben? An der Orientierung in der MZA vom 03.05.16 dementiert dies Fredi Züst jedoch wieder. • Weshalb jonglieren die Initianten des Durchgangsheimes mit den Kennzahlen hin und her? So hat die Regierung in der Pressemitteilung vom 17.03.16 von einem Asyldurchgangszentrum für 120 Personen mit einer Zeitdauer von 10 Jahren gesprochen.  Neu erwähnt werden nur noch 80 bis maximal 120 Personen für eine Zeitdauer von 8-10 Jahren, nicht weil gekürzt wurde, sondern um die Bevölkerung von Walzenhausen zu besänftigen. • Der Kanton St. Gallen hat im Spätherbst 2015 ein Meeting für Firmen durchgeführt, die Infrastrukturarbeiten ausführen. An dieser Veranstaltung wurde der Sonneblick Walzenhausen bereits als Asyldurchgangszentrum aufgeführt. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass der Kanton Appenzell Ausserrhoden bei einer Minderauslastung die Plätze mit Asylsuchenden aus dem Kanton St. Gallen aufstocken will!   Fazit Wir wollen nicht weiter mit gezielten Fehlinformationen berieselt werden, in denen sich die Verantwortlichen dauernd widersprechen. Die Nachbarkantone sollen ihre Probleme selber lösen. Es liegt somit auf der Hand, dass die beiden Regierungen von Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen ein Paket schnüren wollen. Die Bevölkerung von Walzenhausen darf dies dann mit allen Nachteilen ausbaden. Die Negativpunkte für unser Dorf wurden in den letzten Wochen oft diskutiert. Wir sagen ganz klar nein zu solchen Dimensionen, in denen die Wirtschaftlichkeit über dem Wohl der Bevölkerung steht! Unser weiteres Vorgehen  Ihre 591 Unterschriften sind für uns ein Vertrauensbeweis und ein klarer Auftrag. Das Komitee „Anwohner Sonneblick“ und der Gemeinderat halten an den genannten Forderungen fest. Das Komitee wird alle juristischen Mittel ausschöpfen müssen, um überdimensionalen Vorstellungen entgegenwirken zu können. Zu diesen Massnahmen gehören z. B. auch Zweitexpertisen oder ein Referendum, die Kosten generieren werden. Vermutlich steht uns ein langer Weg bevor, um unsere rechtsmässigen Bürgerrechte einzufordern. In einer Zeit, in der humanitäre Katastrophen im Ausland an der Tagesordnung zu sein scheinen, soll und muss geholfen werden. Der Fokus auf das eigene Land darf dabei jedoch nicht ausser Acht gelassen werden. Es kann deshalb nicht sein, dass sich ein 2000 Einwohner-Dorf wie Walzenhausen für ein solch überdimensionales Projekt, wie von der Regierung und der Stiftung Sonneblick geplant, verpflichten muss. Gemeinsam sind wir stark Wir benötigen Ihre Unterstützung Um unsere Bürgerrechte durchzusetzen, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet, um daraus die notwendigen Massnahmen, Expertisen und Anwaltskosten finanzieren zu können. Bis zum Sommer werden Sie weitere Informationen erhalten. Wir erlauben uns, dann einen Einzahlungsschein beizulegen, in der Hoffnung auf etwas Unterstützung. Mit bestem Dank und freundlichen Grüssen